Baufortschritt im Waschraum

Nachdem wir bereits vor 1-2 Wochen das ehemalige Herren-WC weitgehend zurückgebaut haben, ging es die letzten Tage weiter mit dem Umbau.

Für Wasser und Abwasser habe ich einen 15cm breiten und etwa 25cm tiefen Schacht durch den Boden gezogen und an der hinteren Wand hoch bis auf etwa 150cm einen eben so breiten aber nicht ganz so tiefen Schlitz in die Sandsteinwand gestemmt (Schlitze klopfen in Sandstein ist mühsam!) Patrick wird uns hier hoffentlich demnächst die Wasserleitungen und Abwasserrohre für die Waschmaschinen (und Kondens-Wäschetrockner) verlegen und anschließen.

Die hintere Wand war außerdem noch weitgehend mit Altputz und  vielen Farbschichten beschichtet. Das alles habe ich heute mit dem neu eingetroffenen Elektrospachtel weitgehend entfernt und damit die Sandsteine und weiter oben die Ziegelsteine freigelegt.

Auf die Wand soll nun ein neuer Kalkputz. Das Material (Kalkputz und Kalkzementputz) dazu haben wir gestern im Baumarkt gekauft.

Bevor es morgen damit weiter geht habe ich heute noch die Löcher für die Steckdosen gebohrt und die Schlitze für die Kabel mit der Mauernutfräse gesägt. Alles in Allem viel Lärm und ein riesen Dreck.

Lucia hat den linken Teil der hinteren Wand mit Tiefengrund behandelt, damit vor allem die sandigen Mauerfugen tragfähig werden sodass wir morgen hoffentlich mit dem Verputzen des ersten Teilstücks – links der Wasserinstallation – beginnen können.

Vorher muss ich noch entlang der Decke einen Kabelkanal installieren. Außerdem sollen in die Leitungsschlitze jeweils Leerrohre M20 für das Stromkabel (zB NYM-J 3×2,5mm²) und eins für zukünftige Anwendungen (z.B. Energiemanagement) verlegt werden.

Apropos Unterputzdosen: Normalerweise werden die Unterputzdosen vor dem Verputzen gesetzt und mit einem Signaldeckel abgedeckt, an dem idR ein flexibles Kunststoffteil angebracht ist, welches nach dem Überputzen dann die Position der UP-Dose markiert (hier kann man den noch weichen Putz dann wieder entfernen und die UP-Dose somit freilegen).

Wer gerade keinen Signaldeckel zur Hand hat kann sich auch mit Zeitungspapier behelfen, mit dem die UP-Dose ausgefüllt wird und somit verhindert, dass Putz in die UP-Dose gelangt. Damit man das nachher wieder findet, packt man noch (eingewickelte) Metallteile dazu, z.B. Münzen, Schraubenmuttern oder ähnliches, was ein Metalldetektor („Leitungsfinder“) erkennen kann. Am besten vorher ausprobieren 😉

Apropos Mauernutfräse und Leerrohre: Unsere Mauernutfräse kann 32mm breite und bis zu 40mm tiefe Schlitze sägen. Das reicht für Leerrohre 1xM32 oder 2xM20 oder 2xM16+M25. Ein Wellrohr M16 reicht für NYM-J 3×1,5mm² (ø 8,2mm), NYM-J 3×2,5mm² (ø 9,4mm), NYM-J 5×1,5mm² (ø 9,5mm) und sogar noch NYM-J 7×1,5mm² (ø 10,5 mm) und müsste auch für NYM-J 5×2,5mm (ø 11 mm) noch ausreichen.

Eine denkbare Erweiterung für die Zukunft könnte auch ein Hauswasserwerk sein, welches im Waschraum angebracht ist und die Waschmaschinen mit Regenwasser aus der Zisterne versorgt. Vom Waschraum aus könnte in Zukunft außerdem auch die Wasserleitung Richtung Garten angeschlossen werden (mit Entnahmestellen im Hof, in der Scheune und oben im Garten). Diese Leitung könnte dann ebenfalls mit Zisternenwasser versorgt werden.

Wir werden sehen!

 

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