Aktueller Stand

Es ist mal Zeit einen aktuellen Stand festzuhalten. Derzeit haben wir einige offene Baustellen, die wichtigsten Fakten und Gedanken und Ausblicke will ich hier kurz skizzieren:

Küche

Die zukünftige Küche ist derzeit bis auf den rohen Boden und auf die nackten Wände aufgegraben. Auch die Betonplatte um den Ofen und Kamin herum ist raus. Der gesamte alte Boden war vollkommen marode, nass und verschimmelt. Die sinnfreie Vorsatzmauer aus Kalksteinen vor einem der der Außenmauer haben wir ebenfalls rausgeschmissen. Insgesamt haben wir allein aus der Küche schon rund 2 Tonnen Bauschutt entsorgt. Und da kommt sicher noch was dazu (alter Verputz von den Wänden).

Die abgehängte Decke ist bis auf die Unterkonstruktion ausgebaut. Die alte Wasserleitung in der Wand ist teilweise freigelegt, diese ist aber marode und muss in jedem Fall ersetzt werden. Da diese auch das „Gelbe Bad“ mit versorgt werden wir uns hier was ausdenken müssen.

Die Planung der Einbauküche von Hornbach haben wir bereits durchführen lassen, haben allerdings nur eine vorläufige Planung in den Händen mit den Maßen und der Anordnung der Schränke.

Wir hatten gestern einen Fachmann für Heizung und Sanitär im Haus, dem wir die Situation gezeigt haben und den weiteren Ausbau von Wasser und Abwasser besprochen haben. Er hat derzeit zwar wenig Zeit, wird uns aber ein Angebot für Abwasser und Wasser in der Küche und in Vorbereitung für das darüber liegende geplante Badezimmer machen.

So solls nun weiter gehen:

Die Wände werden mit einer Vorsatzwand aus Holzständern und Fermacell-Platten aufgebaut, die gesamte Elektroinstallation und Wasserinstallation wird dann hinter dieser Vorsatzwand stattfinden, die dafür teilweise erforderlichen Schlitze in der Wand müssen wir nun ASAP raushauen. Außerdem muss das benötigte Holz bestellt werden, damit wir hier schnell anfangen können. Zwecks Verifikation habe ich heute eine 1:1 Schablone der zukünftigen Einbauküche in dünnem MDF anfertigen lassen, nur so kann ich schon direkt während des Aufbaus der Wände dafür sorgen, dass die bereits mit Maßen geplante EBK nachher auch reinpasst. Die Herausforderung ist, aus den Freestyle-Rohwänden nachher flächenplane, senkrechte und rechtwinklig zueinander stehende Wände zu bekommen, die außerdem genau so viel Platz bieten, dass die geplante EBK reinpasst und nirgends übersteht.

Es existiert bereits eine recht detailierte Planung für die Elektroinstallation in der Küche. Da wir hier recht viele Stromkreise benötigen, (Lichtstromkreis, 1 Stromkreis für normale Wandsteckdosen, 2 Stromkreise für Arbeitsplattengeräte, jeweils einzeln gesicherte Stromkreise für Spülmaschine, Boiler, Backofen, Herd (3phasig), eine CEE-Steckdose (3phasig)) habe ich praktischerweise für das Erdgeschoss eine eigene Unterverteilung geplant, die im Flur an der Wand zur Küche sein wird. Die Versorgung der verschiedenen Steckdosen und Anschlüsse in der Küche wird vorr. über auf dem Rohboden verlegte Wellrohre erfolgen, die dann an den jeweils benötigten Stellen an der Wand aus dem Boden kommen und an den Hohlwanddosen in der Fermacellplatte enden.

Der Hohlraum hinter der Fermacellplatte wird mit einer Dampfsperre vor der Luftfeuchtigkeit geschützt und dann vermutlich mit einem Einblas-Dämmstoff gefüllt, wenn alle anderen Arbeiten abgeschlossen sind. Ich erhoffe mir hier eine gute  und zugleich schimmelfreie Dämung.

Für den Aufbau Fußboden existieren derzeit verschiedene Skizzen und Modelle, wie dieser aufgebaut werden soll. Ich will mich dazu auch nochmal mit Holger beraten. Die Entscheidung wird fallen, wenn wir wissen, was welche Variante kosten wird und wie aufwendig das jeweils sein wird. Mein Favorit ist derzeit die Variante, dass der Roh-Boden zunächst auf OKFF -70mm aufgefüllt oder abgetragen wird, dann mit 50mm CEMWOOD mit eingelegten Latten mit Vollholzdielenboden (20mm) obendrauf geschraubt. Diese Variante ist recht einfach zu bauen könnte aber an den Kosten für CEMWOOD scheitern. Die Alternative wäre dann ein Mix aus Perlit-Schüttung und Holzfaserdämmplatten mit eingelassenen Querlatten für den Holzdielenboden.

Kinderzimmer #1

Das erste Kinderzimmer haben wir bereits komplett entkleidet. Nur der Parkettboden wird drinbleiben, ansonsten haben wir die Wände enttapeziert und die abgehängte Decke samt Unterkonstruktion komplett entfernt. Die Deckenhöhe beträgt jetzt etwa 275cm. Hoch genug, um ein fest installiertes Hochbett dort einzubauen, wo unten drunter Papa noch stehen kann (180cm) und oben Tochter noch genug Kopffreiheit haben wird, ca 85cm bei 10cm dicker Konstruktion des Hochbodens.

Als nächstes muss die Elektroinstallation in diesem Raum neu gemacht werden, nebst Cat7-Duplexleitung und LAN-Anschluss. Möglicherweise sollen die Rolladenantriebe künftig elektrisch umgerüstet werden, entsprechend werden wir hier auch einen Anschluss vorbereiten.

In Vorbereitung für eine künftige Solarthermieanlage werden wir hier außerdem ein 100er Rohr entlang des Kamins an der Wand verlegen, was eine Verbindung vom darunter liegenden Heizraum zum darüber liegenden kalten Dachboden ermöglicht. Hier sollen dann später die benötigten Solar-Leitungen durchgeschoben werden können.

Sobald alle Wand-Arbeiten ereldigt sind soll der Raum komplett mit Lehmfeinputz verputzt und mit Kalkfarbe weiß gestrichen werden, evtl mit Farbstich in blau.

Wohnzimmer

Das künftige Wohnzimmer haben wir heute von seinem Fliesenboden befreit. Beim runtermeißeln der Fliesen hat es auch den Qualitätsbohrhammer von Patfield (79€) zerlegt, er ist förmlich in der Mitte durchgebrochen an der Stelle, wo die Welle am Getriebe angebracht ist. Zu Hornbach gefahren, Gerät umgetauscht gegen ein Neues, wieder heim und die letzten 8m² noch fertig gemacht.

Der Plan ist, den Boden im Wohnzimmer komplett zu entfernen (bis ca OKFF -90mm) und dann analog zur Küche neu aufzubauen, also entweder mit CEMWOOD oder Perlit+Holzfaserdämmplatten und Holzdielenboden oben drauf.

Die Verbindungstür zwischen Wohnzimmer und Küche wird zugemauert, wir haben keinen Bedarf an einer solchen Direktverbindung.

Ob wir die Wände einfach nur verputzen und Streichen oder ob wir auch hier eine Innenwanddämmung mit Holzständerwerk und Gipsplatten oder Fermacell-Platten machen werden ist noch offen. Das ist vermutlich auch eine Geldfrage und wieviel Heizkosten wir damit effektiv einsparen können.

In jedem Fall wird es im Wohnzimmer entlang der Wände ausreichend viele Steckdosen geben und ein Netz aus Dosen, die mit Wellrohren durch den Boden miteinander verbunden sein werden, wo man Lautsprecherkabel durchziehen kann. Es ist noch nicht ganz klar wo am Ende welche Lautsprecher stehen werden und mit welcher Konfiguration (5:1 oder 7:1 oder whatever) und wo nachher „Center“ sein wird (also vorne in der Mitte). Klar ist, dass wir einen Deckenbeamer und eine Roll-Leinwand haben wollen und die Akustikanlage auch einfach nur für Musik genutzt werden kann.

Badezimmer

Es gibt aktuell 3 Bäder in diesem Haus: Das „Blaue Bad“ im Erdgeschoss nebem dem Heizraum, war zuletzt nur als Damentoilette der ehemaligen Gaststätte aktiv. Die Ausstattung ist 70er Jahre. Der Raum wird vorr. als solches erhalten bleiben, die Dusche fliegt evtl raus, weil wir an die Abwasserinstallation dran müssen für die Waschmaschinen etc.

Dann gibt es das „Gelbe Bad„, welche im ersten Stock im Verbindungsteil zwischen Haupthaus und Nebengebäude liegt. Hier gibt es eine Toilette, Dusche und ein großes Waschbecken, alles 80er oder 90er Jahre Stil. Die Toilette ist so eng verbaut, dass ein erwachsener Mensch nur gerade so dort sitzen kann, die Dusche hat wenig Kopffreiheit und die Decke ist auch direkt das Dach selbst. Die Abwasserleitung führt außen am Haus (in der Spalte oder im Winkel) herunter. Dieses Badezimmer wird aktuell nur ausnahmsweise benutzt und wird vorr. komplett stillgelegt und die Tür zugemauert. An dieser Stelle soll künftig ein „Kalter Wintergarten“ sein, also eine mit Glas überdachte Terrasse aber ungeheizt.

Das „normale Bad“ befindet sich hinter der aktuellen Behelfsküche, die später einmal Elternschlafzimmer werden soll. Es ist vermutlich aus den späten 1990er Jahren oder frühen 2000er Jahren. Es müsste bisschen was gemacht werden, das Bad ist aber ansonsten nicht sonderlich groß aber benutzbar. Es hat eine Badewanne, eine Duschkabine, Waschbecken und eine Toilette. Leider nur ein kleines Fenster nach Norden, d.h. ohne nennenswertes Tageslicht.

Das „neue Bad“ befindet sich aktuell in Planung. Das Ergebnis der Planung und ein Angebot von Hornbach erwarten wir Ende Oktober. Es wird zentraler gelegen sein und eine Tür zum Flur haben. Aktuell ist das große doppelflüglige Fenster beschattet durch das Dach über dem Balkon und über dem Gelben Bad. Da das Dach wie schon geschrieben einem Glasdach weichen soll, wird es hier sicher deutlich heller werden.

Das neue Bad wird eine geräumige Badewanne an der Fensterseite haben, außerdem in der Ecke eine Toilette mit Schamschutzwand und Vorsatzwand, hinter der sich die Wasserinstallation befinden wird. (wie heute üblich). In der anderen Ecke wird sich eine geräumige und barrierefreie Duschkabine befinden und natürlich ein normales Waschbecken.

Wasser und Abwasser werden durch die darunter liegende Küche laufen, d.h. die erforderlichen Rohre werden in der Zwischendecke der Küche vorbereitet.

Kein Luxus also, aber ein komplett neues Badezimmer nach aktuellem Stand der Technik. Ob wir das Projekt umsetzen ist vor allem eine finanzielle Frage, da es kein ganz günstiges Projekt sein wird (17k-20k). Vielleicht müssen wir hier auch warten bis es irgendwoher nochmal Geld gibt. Im Zweifel muss dieses Projekt noch das ein oder andere Jahr warten, den Raum werden wir jedenfalls nicht für etwas anderes verwenden.

Elektroinstallation

Die bestehende Elektroinstallation ist recht abenteuerlich und könnte wohlwollend als „es funktioniert irgendwie“ beschrieben werden. Ich habe ein komplett neues Konzept für die Elektroinstallation des ganzes Hauses und Nebengebäude angefertigt und auch schon mit meinem Schwager und einem Elektriker vor Ort diskutiert.

Dieses Konzept soll nach und nach die bestehende alte Elektroinstallation ersetzen, jeweils in den Räumen, wo renoviert wird.

Das Konzept basiert auf folgenden Grundüberlegungen:

  • Für jeden Bereich (Erdgeschoss, Obergeschoss, Hauswirtschaftsraum, Nebengebäude/Außenanlagen) wird es eine separate Unterverteilung geben. Offen ist aktuell noch, ob die Verteilung für das Obergeschoss im bestehenden Hauptverteiler eingebaut wird oder nicht.
  • Jede Unterverteilung wird mit 5x10mm² versorgt. Das ist durchaus sehr viel aber üblicher Standard für so etwas.
  • Jede Unterverteilung wird einen eigenen 4pol. FI Schalter haben.
  • An jeder Unterverteilung wird es mindestens einen CEE-Drehstromanschluss in einem der Räume geben, somit ist überall im Haus auch die Baustromversorgung gesichert.
  • Lichtstromkreise werden über mehrere Räume zu einem Stromkreis zusammengefasst und ohne Steckdosen eigenständig verlegt. Lichtstromkreise werden nicht hinter einem FI hängen.
  • Alle Wohnräume sollen mindestens 2 getrennt schaltbare Lichtquellen haben: Energiespar-Beleuchtung und Arbeitsbeleuchtung. Die Stromsparbeleuchtung soll es ermöglichen, dass man sich z.B. in der Küche bewegen kann um etwas zu holen oder wegzubringen, ohne dass man jedes mal gleich die volle Arbeitslichtstärke einschalten muss. Die Stromsparbeleuchtung sollte weniger als 10W betragen, die Arbeitsbeleuchtung sollte den Raum optimal hell ausleuchten und dabei nicht primär energiesparend sein. Es wäre denkbar, dass die Arbeitsbeleuchtung automatisch nach 5min abgeschaltet wird (Abwesenheitsautomatik, Bewegungssensor, …). Auch im Badezimmer muss man nachts um zur Toilette zu gehen nicht gleich taghelles Licht einschalten, die Flure und Treppen könnten nachts dauerhaft schwach beleuchtet werden.
  • Alle Stromkreise mit Steckdosen werden am FI angeschlossen.
  • Alle stationären Großverbraucher bekommen eine eigene Sicherung.
  • In Wohnräumen sollte auf Verteilerdosen verzichtet werden, dafür werden extra tiefe Wanddosen für Steckdosen und Schalter verbaut und jeweils dahinter „verklemmt“.
  • Alle Räume im Obergeschoss werden über den Dachboden versorgt, d.h. die erforderlichen Leitungen werden in Wellrohren verlegt, bevor der Dachboden zwecks Geschossdeckendämmung mit Einblasdämmstoff isoliert wird.
  • Alle Räume könnten ein weiteres Leerrohr bekommen, in dem weitere künftige Anwendungsfälle abgedeckt werden können, etwa die derzeit unwahrscheinliche Versorgung der Räume mit Antennenleitungen (die Zukunft ist auch hier IP und somit LAN, daher die beiden Cat7-Leitungen je Raum)
  • Alle Fenster mit Rolladen bekommen eine Dose, wo später vielleicht ein elektrischer Rolladen angeschlossen werden kann.
  • Alle Wohnräume werden mit mindestens 2 CAT7-Kabeln versorgt, die im Obergeschoss auf einem Patchfeld zusammenlaufen
  • Alle Räume werden an ein EIB / KNX Bussystem angeschlossen, die erforderlichen Leitungen sollen jetzt schon wenigstens bis in jeden Raum gelegt werden und dann später nach Bedarf erweitert.

Garten

Die Nachbarn, die bisher den Garten unseres Hauses im Einvernehmen mit den früheren Besitzern mitbenutzt haben, haben den Garten entwirrt und halbwegs aufgeräumt. Wir haben außerdem schon einen Teil des Bewuchses entfernt. Schön ist hier noch gar nichts.

Kommenden Montag wird von einem Bauunternehmer der alte Tabakschuppen abgerissen. Dieser ist komplett mit Efeu und anderen Dingen überwachsen und darüber hinaus einsturzgefährdet. Dieser Schuppen wurde die letzten Jahre oder Jahrzehnte als Sperrmüllhalde verwendet.

Wir werden vermutlich eine Weile brauchen, um das Gebälk des Schuppens in ofentaugliche Stücke zu schneiden, die Dachziegel sollen direkt in einen Container geworfen und entsorgt werden. Was wir mit dieser Fläche dann anstellen werden ist noch offen, denkbar ist eine Gartenterasse.

Die Grundstücksgrenze zu den Nachbarn auf der westlichen Seite ist derzeit am abrutschen. Wir versuchen mit den Nachbarn einen offenen Austausch und allgemein ein gutes Verhältnis aufzubauen. Wir konnten inzwischen schon relativ entspannt auch über dieses Thema sprechen. Was wir nachher dann wirklich tun können um das Abrutschen unseres Gartens in deren Garten zu vermeiden ist noch vollkommen offen, vor allem auch was da erforderlich sein wird, welche Kosten dabei auflaufen werden und wer hier welchen Anteil zu tragen hat. Das ist für mich noch einigermaßen ungriffig auch von der rechtlichen Seite her. Tatsache ist aber, dass hier früher oder später etwas passieren muss. Ich hoffe, dass unser narbarschaftliches Verhältnis darunter nicht am Ende leiden muss.

Scheune und Halle

Die Halle hinter der Scheune soll als überdachter Arbeitsraum genutzt werden können (z.B. Möbel bauen oder aufbereiten). Damit das auch im Winter möglich ist, wird da in nächster Zeit Beleuchtung eingebaut werden, denn derzeit ist es da immer dunkel solange die Sonne nicht scheint. Die 9x36W Wannenleuchten („Feuchtraum“) dafür wurden die Tage geliefert und warten nun auf den Einbau, vermutlich zunächst und temporär an der alten bestehenden Stromversorgung der Scheune.

 

Ich denke das reicht ersteinmal als Status-quo der aktuellen Baustellen. Es wird hier jetzt jeweils Schritt für Schritt weiter gehen so schnell wie wir das eben gemeinsam und manchmal auch mit Unterstützung von Freunden und Familie schaffen können. Wir haben Zeit aber müssen schauen, dass wir am Ball bleiben. Es gibt einfach unendlich viel zu tun.

 

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